Am Donnerstag, den 26.10.17, fand ein gemeinsamer Ausbildungsabend des Mühltaler und des Roßdörfer Katastrophenschutzzuges statt.

Insgesamt 11 Teilnehmer, gemischt aus beiden Gemeinden, wurden durch drei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ober-Ramstadt im Umgamng mit dem sog. "Ölsanimat" geschult. Hierbei handelt es sich um einen Ölabscheider-Anhänger, der bei Gewässerverunreinigungen eingesetzt wird, um das Wasser wieder von bspw. Öl, Heizöl oder anderem Kraftstoff zu trennen. Dieser Anhänger ist einmalig im Landkreis Darmstadt-Dieburg bei der Feuerwehr Ober-Ramstadt staioniert und wird auch Landkreisübergreifend eingesetzt. So kam er beispielsweise im Jahre 2002 beim Jahrhunderthochwasser in Dessau zum Einsatz, um durch aufgeschwommene Öltanks verunreinigtes Wasser für die Rückführung in die Umwelt aufzubereiten (siehe Bilder).

Nach einer kurzen theoretischen Unterweisung, ging es für die Teilnehmer nach draußen, um die Technik einmal komplett aufzubauen und kennen zu lernen. Nachdem das verunreinigte Wasser durch z.B. "Ölschlingen" aufgehalten wurde, kann es mit der Pumpe des Ölsanimats zusammen mit einem dazugehörigen Schwimmer von der Wasseroberfläche abgesaugt werden und nach dem Durchlaufen der verschiedenen Kammern des Ölabscheiders wieder in einen Bach, Fluss oder die Kanalisation zurückgeführt werden.

Falls der Landkreis Darmstadt-Dieburg Einheiten in ein Katastrophengebiet entsenden sollte, gliedern sich die 23 Löschzüge (einer pro Kommune) des Kreises in verschiedene "Abmärsche". Da der 14. Löschzug (Mühltal) und der 20. Löschzug (Roßdorf) des Landkreises Darmstadt-Dieburg zusammen einen Abmarsch bilden, wird auf gemeinsame Ausbildung und kameradschaftlichen Kontakt von beiden Seiten großen Wert Gelegt.

Die Feuerwehr Mühltal möchte sich hiermit nocheinmal ausdrücklich für diesen interessanten und lehrreichen Abend, sowie die reibungslose Organisation bei der Feuerwehr Ober-Ramstadt bedanken! Es hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht, die bis dahin noch unbekannten Gerätschaften kennen und verstehen zu lernen!

Am Abend des 23.10.17, trainierten die Feuerwehren Mühltal Frankenhausen und Waschenbach gemeinsam den Ernstfall. Angenommene Lage war ein Scheunenbrand mit vermisster Person auf einem landwirtschaftlichen Anwesen am Ortsausgang von Frankenhausen. Schwerpunkte der Übung waren insbesondere eine Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke von fast 200m, das umfassende Ausleuchten der Einsatzstelle, sowie der Einsatz unter Atemschutz. So wurde die komplette Mannschaft gefordert - von den Führungskräften, über die Atemschutzgeräteträger, bis hin zu den Feuerwehrkameraden, die frisch ihren Grundlehrgang bestanden haben.

Das gemeinsame Fazit bei der Übungsnachbesprechung fiel sehr positiv aus. Die vermisste Person konnte zügig von den 3 Atemschutztrupps aufgefunden und in Sicherheit gebracht werden. Auch die Wasserversorgung war trotz der wirdigen Lage außerhalb des Hydrantennetzes nach nur kurzer Zeit einsatzbereit.

Am Ende waren sich alle Beteiligten einig, dass diese Gemeinschaftsübungen die Ortsteile näher miteinander verbinden und die Einsatzabläufe besser aufeinadner abstimmen. Um produktiv und erfolgreich zusammenarbeiten zu können, sind einheitliche Vorgehensweisen, wie z.B. bei der Atemschutzüberwachung, von essentieller Bedeutung.

Vielen Dank an die beiden Kameraden M. Grüdl und P. Stein für die Planung und Organisation der Übung!

Die Kinder und Jugendlichen der Frankenhäuser Löschzwerge und der Jugendfeuerwehr nahmen mit großer Freude am Umzug der Frankenhäuser Kerb teil und verteilten Süßigkeiten an die Zuschauer. Wie in den Vorjahren, versorgten sie die Zuschauer bei strahlendem Wetter mit der Eisspende der Firma "Eisdiele Domino". Unter den musikalischen Klängen von "Ice Ice Baby" und "Like Ice in the Sunshine" konnten sie 300 Portionen Eis an die Zuschauer am Straßenrand verteilen. Das Eis fand großen Anklang und war nach dem Umzug vollständig vernascht. So trafen sich die Jugendlichen nach der Kerb noch einmal direkt in der Eisdiele in Modau, um auch in den Genuss des leckeren Eises zu kommen.

Autor: JF Frankenhausen

Jugendfeuerwehren besuchen Zeltlager

Am Montag, den 03. Juli starten in Hessen die Sommerferien. Für unsere Jugendfeuerwehrmitglieder begann die freie Zeit schon am Freitag. Denn gleich nach der Zeugnisübergabe ging es los nach Darmstadt zum 38. Kreisjugendfeuerwehrtrag im Bürgerpark am Messplatz. Für knapp 850 Teilnehmer war hier vom 30. Juni bis 02. Juli das neue Domizil. 

Optimal gelegen im Bereich der Sportanlagen, konnten die Teilnehmer auf ein umfangreiches Unterhaltungsangebot zurückgreifen. Fußball, Basketball oder Indiaca, überall war Bewegung. 

Auf den Wiesen zwischen Stadion und Sporthalle waren die Zelte der 52 Jugendfeuerwehren gestellt. Zwischen den Zelten standen die Pavillons und Feuerpfannen, die in diesem Jahr leider eher als Regenschutz und Wärmespender dienen mussten.

Auch die Mühltaler Jugendfeuerwehren besuchten dieses große Zeltlager. Die Darmstädter Feuerwehren stellten ein umfangreiches Programm zusammen, mit Open Air Kino, Wettkämpfen, Spielen, einem XXL Kicker Turnier und einer Beach Party. Der Zeltplatz und die Organisation waren optimal, nur leider spielte das Wetter nicht mit und es regnete durchgehend. So machten es sich die Jugendfeuerwehren in den Zelten bei Gesellschaftsspielen gemütlich. Um nicht nass zu werden, entwickelten die Jugendlichen alle möglichen Ideen. Die Jugendfeuerwehr Frankenhausen hat die sehr erfolgreiche Taktik „Schildkröte“ erfunden. Alle laufen unter einer grünen Plane und bleiben trocken.


Autor: JF Frankenhausen

Ein Ausflug nach Darmstadt führte die Frankenhäuser Löschzwerge in den Kletterwald.

Die Mitglieder der Kindergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Mühltal Frankenhausen freuten sich riesig auf den Ausflug in den Kletterwald, doch nach dem Anlegen der Kletterausrüstung verstummten die ersten Stimmen. Es galt in luftiger Höhe gemeinsam im Team kleinere und größere Hindernisse zu erklettern. Schließlich wurden gemeinsam alle Ängste überwunden und im Team alle Hindernisse gemeistert. Aus den zuerst ängstlichen Zwergen wurden mit zunehmenden Klettererfolgen mutige Riesen, die sehr stolz auf die Überwindung ihrer Ängste waren. Die Teilnehmer und die Betreuerinnen hatten großen Spaß und freuen sich schon auf den nächsten Kletterausflug.

Alle Kinder von 6 bis 10 Jahren sind herzlich eingeladen, die Löschzwerge einmal zu besuchen. Die Gruppe sucht immer neue Mitglieder, die Lust auf Action haben.

Weitere Infos zu den Löschzwergen hier: http://feuerwehr-muehltal.de/kindergruppen/loeschzwerge

 

Autor: Die Löschzwerge

Am Samstag, den 20.05., fand für den Katastrophenschutzzug Mühltal der erste Ausbildungstag dieses Jahres statt. Der Tag stand ganz im Zeichen des Hochwasserschutzes.

Nach einer morgendlichen Unterrichtseinheit zum Thema „Fahren in Verbänden“, machten sich die zehn Übungsteilnehmer rund um Zugführer Horst Peterek auf in Richtung Gernsheim. Dort angekommen, erwartete die Teilnehmer neben einem gemeinsamen, leckeren Frühstück ein Vortrag zum Thema Hochwasserschutz und Deichkontrolle. Dabei referierte ein Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr Gernsheim über das Hochwasser im Ried Ende Mai 2013. Besonders das Vorgehen und der Ablauf bei solchen Hochwassereinsätzen standen bei der Unterrichtseinheit im Vordergrund.

Nach diesem sehr anschaulich gestalteten Vortrag begann der praktische Teil des Tages. Zuerst wurde das besondere technische Equipment vorgestellt, dass zum Hochwasserschutz bei der Stützpunktfeuerwehr Gernsheim vorgehalten wird. In einem Hochregallager und zwei Abrollbehältern werden mehrere hundert, bereits gefüllte Sandsäcke und mehrere tausend noch zu befüllende Sandsäcke gelagert. Desweiteren werden noch andere Systeme zum Hochwasserschutz, wie der sog. „Quickdamm“ dort gelagert. Diese Art Faltbehälter wird mit Wasser, Sand oder Kies befüllt und verwendet, um schnell eine möglichst große Strecke gegen drohende Wassermassen abzudichten. Auch verschiedene Sandsackfüllmaschinen wurden vorgestellt, mit denen im Einsatzfall schnell große Mengen an Sandsäcken befüllt werden können.

Anschließend wurde mittels „Qickdamm“ und den altbewährten Sandsäcken ein gewisser Bereich auf dem Hof der Feuerwehr Gernsheim eingedeicht und mit Wasser befüllt. Hierbei wurde besonderes Augenmerk auf das möglichst effektive stapeln der Sandsäcke gelegt, um mit möglichst wenig Material eine möglichst große Abdichtung zu erzielen. Die verwendeten Sandsäcke mussten zuerst jedoch von den Kameraden befüllt werden, bevor sie zum Einsatz kommen konnten. Hierbei wurde auf die manuelle Befüllung ohne technische Hilfsmittel zurückgegriffen, um ein Gefühl zu vermitteln, welch ein Personal- und Zeitaufwand diese Arbeit mit sich bringt.

Für alle Teilnehmenden war es sehr eindrucksvoll, einmal persönlich zu erleben, welchen Wassermassen diese doch relativ einfachen Mittel standhalten können und wie viele Sandsäcke man tatsächlich für eine im Endeffekt doch relativ kleine Strecke benötigt.

Nach dem gemeinsamen Zurückbauen und Aufräumen folgte noch eine Besichtigung des Deiches entlang des „Winkelbachs“ in Gernsheim, der 2013 an mehreren Stellen an seine Grenzen geriet. Auch der Deich direkt am Rhein wurde begangen, um ein Gefühl für mögliche Schwachstellen und Einsatzszenarien zu entwickeln.

Abschließend konnte noch das Hilfeleistungslöschboot (kurz HLB) der Feuerwehr Gernsheim besichtigt werden, was den Übungstag sehr gut abrundete.

 

Die Feuerwehr Mühltal möchte sich auch auf diesem Wege noch einmal bei der Feuerwehr Gernsheim, insbesondere den beiden Kameraden, die diese abwechslungsreiche und interessante Ausbildungseinheit ermöglichten, bedanken!

 

Der Katastrophenschutzzug (KatS-Zug) Mühltal ist einer von 23 im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Jede Kommune im Landkreis verfügt demnach über einen eigenen Zug, die sich dann wiederum in Verbänden mit anderen Kommunen zusammenfinden. Dem Mühltaler Zug sind vier Feuerwehrfahrzeuge quer durch die Kommune zugeordnet. Die Mitglieder des Katastrophenschutzzuges sind allesamt aktive Kameraden aus allen Mühltaler Wehren, die sich neben dem Einsatz- und Ausbildungsdienst in ihrer jeweiligen Ortsteilwehr für den Dienst im KatS-Zug bereit erklärt haben. Um für mögliche Katastropheneinsätze gut vorbereitet zu sein, sind von ihnen zahlreiche zusätzliche Ausbildungsstunden zu absolvieren.

Zum Einsatz kommen die KatS-Züge überregional im Katastrophenfall. Mögliche denkbare Einsatzszenarien sind Hochwasser, Waldbrände oder flächendeckende, länger andauernde Infrastrukturprobleme wie Stromausfälle oder Schäden nach gravierenden Erdbeben. Der Katastrophenschutzstab entscheidet dann, welche Einheiten in welchem Umfang angefordert werden. So sind angefordertes Personal und Material je nach Lage variabel.

Zuletzt kam der KatS-Zug Mühltal beim Elbe-Hochwasser 2003 in Dessau zum Einsatz. Auch bei der starken Flüchtlingswelle im Spätsommer und Herbst 2015 kamen Kräfte aus Mühltal zum Einsatz, um bei der Errichtung von Erstaufnahmeeinrichtungen in Darmstadt und der Registrierung der Flüchtlinge zu unterstützen.

 

Hier ein Link zum Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: http://www.bbk.bund.de/DE/Home/home_node.html